CDU-Landtagsabgeordneter

CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick
besucht die Kleingärtner

An einem schönen Frühlingswochenende - fast schon wie bestellt - besuchten der Politiker Thorsten Schick sowie der Vorstand des Bezirksverbandes Iserlohn der Kleingärtner e. V. die Freizeit-Kleingärtner am Kgv. Seilersee.


Dies war nicht der erste Kontakt von Thorsten Schick mit den Kleingärtnern. Er ließ es sich im Herbst des letzten Jahres nicht nehmen, persönlich an der Siegerehrung des Einzelgartenwettbewerbs im Vereinsheim des Kgv. Wermingsen e. V. teilzunehmen, Ehrungen vorzunehmen sowie Preise an die verdienten Kleingärtner zu überreichen.

Gemeinsam mit dem Vorstand des Bezirksverbandes, dem Vorsitzenden des Kgv. Seilersee e. V., den Fachberatern und Wertermittlern des Vereins - Gfrde. Horst Storck sowie Robert Hemecker - wurde bei ausgesprochen netter Bewirtung mit Kaffee und belegten Brötchen auf der schönen Sonnenterrasse gefachsimpelt.

Zwischendurch wurden zwei bewirtschaftete Pachtparzellen besichtigt:
 

Blick - nicht nur über den Gartenzaun - in einen Mehrgenerationen-Garten

Vorzeige-Mustergarten mit Ideenreichtum und Artenvielfalt

Die Delegation besuchte die Gfrde Elisabeth und Vitali Rau mit ihren Kindern und deren Großeltern in ihrem gepflegten, grünen Refugium und wurde freundlich empfangen.

Es zeigten sich vorbereitete Beete mit Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Rote Bete, Porree usw. Selbstverständlich fehlen auch die Kräuter nicht. Ein mit Tomaten und Gurken bepflanztes Gewächshaus wurde besichtigt. Frühjahrsblumen, Sommerstauden, Beerenobst und Obstbäume machten die Artenvielfalt dieses Kleingartens deutlich. Insbesondere ein vergessener und inzwischen wieder neu entdeckter Obstbaum - die Birnenquitte - zeigte sich in der schönsten Blütenpracht.

Nicht zu vergessen: Der Kompost (das „Gold“ des Kleingärtners). Hier konnten die Fachberater sowie der Vorstand des Bezirksverbandes noch hilfreiches Fachwissen vermitteln. - Nur ein gesunder Boden bringt ein gesundes Wachstum. - Es versteht sich von selbst, dass hier keine chemischen Spritzmittel Verwendung finden.

Thorsten Schick ist insbesondere sehr erstaunt darüber, wie sehr darauf geachtet wird, dass der Naturkreislauf eingehalten wird.

Für die Kinder sorgen Spielgeräte und ein Trampolin für Kurzweil im Garten.

Die Gfrde Rau sind sehr stolz auf ihr Reich, und das können sie auch sein.

Dieser Kleingarten gehört insbesondere mit zu einem der Vorzeige-Kleingärten der Iserlohner Kleingärtnervereine.


Blick in einen weiteren mit viel Liebe gestalteten Garten

Auch diese Parzelle der Gfrde Daniela Lange-Friedrich sowie ihres Ehemannes Dietmar Friedrich - in der Folgegeneration - zeigt die Individualität auf. Eine mit viel Liebe und Ideenreichtum gestaltete Gartenfläche zeigte sich den Besuchern.

Hier sind u. a. bepflanzte Hochbeete vorzufinden, bestückt mit verschiedenen Salatsorten, Rote Bete, Kürbis, Zucchini, Rosenkohl und Möhren etc. Ein Gewächshaus mit Tomaten und Gurken ist ebenfalls schon bepflanzt.

Ein Beet für Wildblumen ist vorgesehen als Magnet für Insekten und Bienen, die in einem natürlichen Garten nicht fehlen dürfen.

Vorzufinden ist auch ein angelegter Totholzhaufen - ein guter Unterschlupf und Winterquartier für Igel, Amphibien & Co.

Ein Apfelbaum mit vier verschiedenen aufokulierten Apfelsorten war der Blickpunkt.

Thorsten Schick staunte nicht schlecht über die Information, dass das unter Gärtnern „verrufene“ Wildkraut „Giersch“ sowie die Brennessel als Beigabe z. B. zu Salaten der Gesundheit sehr förderlich sind; Zitronenmelisse und die verschiedenen Minzarten zu einer köstlichen Limonade zubereitet werden können.

Beliebtes Gesprächsthema war u. a. auch die Verwertung der eigenen angebauten Produkte.

Dieser Kleingarten - „Arche Noah“ - wird mit Ideenreichtum gestaltet und mit viel Liebe bearbeitet.

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An der Sonnenterasse wieder angekommen hob Thorsten Schick abschließend hervor, nicht nur mit den Vertretern des Bezirksverbandes sprechen, sondern auch vor Ort einmal persönlich die „Arbeit“ der Kleingärtner kennen lernen zu wollen.

Der Hobbygarten ist seit jeher (ca. 200 Jahre) ein Ort der ökologischen, biologischen Vielfalt und des Artenreichtums. Er bietet Möglichkeiten, der Verarmung der Artenvielfalt entgegen zu wirken.

Der eigene Anbau von Lebensmitteln liegt wieder im Trend. Lag in früheren Zeiten der Versorgungsgedanke im Mittelpunkt, so weiß der heutige Kleingärtner mit Familien und Freunden sein unbehandeltes „Bio-Produkt“ zu schätzen.

Immer mehr Kinder werden in Kindergärten und Schulen vollverpflegt. Deswegen ist es wichtig, dass, was hier vor Ort - bei den Kleingärtnern - gelebt wird, in den Fokus zu nehmen und das Thema Artenvielfalt, Beziehung zu Pflanzen - Obst und Gemüse deutlich zu machen.

Die Vielseitigkeit des Wissens der Gartenfreunde über Obst- und Gemüseanbau - der daraus erwirtschafteten Bio-Produkte - ließ keine Fragen offen.

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Thorsten Schick nahm viele neue Eindrücke über das Gesehene und Gesagte mit und wird uns Kleingärtnern, so glaube ich, mit allen in seiner Macht stehenden Möglichkeiten unterstützend zur Seite stehen.

Nicht zuletzt sind Kleingärtneranlagen Teil der Stadtkultur. - Mit Kleingärten kommt mehr Grün in die Städte.
 

Renate Gräve
Schriftführerin des Bezirksverbandes Iserlohn der Kleingärtner e. V.